Welche Medientrends werden die Zukunft der Branche prägen? Bei Qualifio arbeiten wir seit Langem mit führenden europäischen Mediengruppen zusammen. Vocento, Funke, RTL und Unidad Editorial sind nur einige der Gruppen, die mit Qualifio auf Interaktivität, Gamification und Engagement in ihren Marketingkampagnen setzen, um ihre Online-Communitys zu erreichen und ihre Strategien zur Datenerhebung voranzutreiben.
Wie viele andere Branchen, die im digitalen Marketing mitspielen, hat sich auch die Medien- und Verlagsbranche in den letzten Jahren deutlich verändert, und weitere Veränderungen stehen bevor!
Wir sehen uns die vier wichtigsten Medientrends 2022 an, die in den kommenden Monaten die Schlagzeilen bestimmen und die Zukunft der Branche prägen werden.
Lesen Sie unser E-Book für Medien, wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich die Branche verändert.
#1 Welche Alternativen ersetzen Third-Party-Daten? ?
Google hat kürzlich angekündigt, das Ende der Third-Party-Cookies um ein weiteres Jahr auf die zweite Jahreshälfte 2024 zu verschieben. Die Welt ohne Cookies bleibt also ein Thema, das alle beschäftigt. Auch die Cannes LIONS haben es zuletzt als einen der wichtigsten Medientrends und eine zentrale Erkenntnis ihrer Ausgabe 2022 hervorgehoben.
Das ist derzeit für so gut wie alle die Millionenfrage! Von allen Alternativen, die heute verfügbar sind oder entwickelt werden, gilt die Erhebung von First- und Zero-Party-Daten als einer der zuverlässigsten, effizientesten und rechtssichersten Wege.
Die Verbindung von interaktivem Marketing und Strategien zur Datenerhebung wird für Verlage und Mediengruppen unverzichtbar, wenn sie auf der Suche nach wertvollen First- und Zero-Party-Daten ihre Zielgruppe erreichen wollen. Mit diesen aufschlussreichen Daten ihrer Leserinnen und Leser können sie nicht nur ihre Content- und Marketingstrategie ausrichten. Sie können die erhobenen demografischen Daten auch nutzen, um mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten und ihr ein besseres, persönlicheres Markenerlebnis zu bieten.
Ein weiterer Trend zeichnet sich bei der Suche nach hochwertigen, verwertbaren First- und Zero-Party-Daten ab: Konkurrierende Verlage tun sich zusammen, bündeln ihre Ressourcen, führen ihre Daten zusammen und bieten datengestützte Werbelösungen an.
Das jüngste Beispiel sind Autovia und Haymarket Automotive, die führenden Automobilverlage Großbritanniens. Der Schritt zeigt, dass Verlage ihre Differenzen beiseitelegen müssen, um den Tech-Giganten Umsatzchancen wieder abzuringen.
Auch Konsumgütermarken springen auf den Zug auf: Marriott Hotels und Yahoo haben kürzlich eine ähnliche Vereinbarung getroffen.
#2 Die großen Schlagworte heißen Engagement und Loyalität ?
Durch die Pandemie erlebten digitale Verlage weltweit 2020 einen enormen Boom bei Abonnements, Engagement und Traffic. 2021 wurden diese Werte nicht mehr erreicht, als das Leben zur „Normalität“ zurückkehrte. Deshalb werden Verlage in den kommenden Jahren neue Strategien und Methoden ausprobieren, um ihre Zielgruppen zu binden und wieder an die Rekordwerte von 2020 heranzukommen.
Diese Bemühungen drehen sich in den nächsten Jahren vor allem um drei Medientrends:
- ? Ein Gemeinschaftsgefühl aufbauen
- ? Interaktive und spielerische Inhalte
- ? Besser verstehen, was Leserinnen und Lesern wichtig ist
Die Branche wird sich in den kommenden Jahren deutlich weiterentwickeln, denn Mediengruppen und Verlage richten ihre Marketingstrategie an den Vorlieben ihrer User, ihren Nutzungsgewohnheiten und ihrem Verhalten aus. Sie brauchen einen konsequent userzentrierten Ansatz und müssen die Bedürfnisse ihrer Leserinnen und Leser in den Mittelpunkt stellen.
Immer deutlicher zeigt sich, dass Leserinnen und Leser persönlichere Inhalte und Erlebnisse wollen. Mediengruppen, die mit der Zeit gehen und neue Methoden und Strategien einführen, können sich anpassen und erfolgreich sein.
Traditionelle Medien wie The New York Times und The Washington Post experimentieren bereits mit mehr Personalisierung auf ihren Startseiten. Sie richten ihre Inhalte an den Interessen ihrer Leserinnen und Leser aus, damit diese sich stärker damit beschäftigen.
Mit der wachsenden Vielfalt an Medien und immer mehr verfügbaren Nachrichtenquellen suchen Leserinnen und Leser nach den zuverlässigsten Informationsquellen, auf die sie sich verlassen können. Gelingt es einer Mediengruppe, eine enge Beziehung zu ihrer Zielgruppe aufzubauen, die auf Vertrauen und Beständigkeit beruht, gibt das den Leserinnen und Lesern die Gewissheit, an der richtigen Adresse zu sein.
Das Marketing von Verlagen muss also investieren, um die eigene Leserschaft einzubinden, kennenzulernen und zu halten, etwa indem es den Auftritt in sozialen Medien und die Markenführung verbessert und festigt. Genauso wichtig ist es, die Zielgruppe langfristig zu binden, damit sie immer wieder zurückkommt.
Die Gen Z ist die neue Zielgruppe
Dabei geht es auch darum, jüngere Zielgruppen anzusprechen. Sie haben andere Erwartungen und Konsumgewohnheiten und gehen anders mit digitalen Technologien um.
Laut Reuters beziehen 57 % der Gen Z ihre Nachrichten über soziale Medien. Interaktivität und das Teilen von Inhalten auf vielen verschiedenen Kanälen müssen deshalb Priorität haben, ebenso kürzere und visuellere Formate.
Ein Beispiel dafür ist The Washington Post: Mit der Initiative „Next Generation“ will die Zeitung jüngere und vielfältigere Zielgruppen erreichen.
#3 Wie viel sind Ihre persönlichen Daten wert? ?
Der nächste Medientrend ist eng mit der Welt ohne Cookies verknüpft: Datenschutz und Privatsphäre beschäftigen alle Verbraucherinnen und Verbraucher und prägen die Marketingstrategie von Mediengruppen. Wie Apple in seinem iPhone-Video zum Datenschutz treffend gezeigt hat, werden unsere Daten zu einem immer wertvolleren Gut.
Oder wie es eine Führungskraft aus der Branche kürzlich formulierte:
„In einer Welt, in der Third-Party-Daten verschwinden, sind First-Party-Daten die neue Währung der Medien.“
Bieten Sie Ihrer Zielgruppe einen echten Wertaustausch? Was bekommt sie im Gegenzug für ihre Daten?
Eine zentrale Frage der Medienbranche lautet heute: Wie lassen sich Zielgruppen wirksam monetarisieren, und wie das Engagement der User? Einige der größten Verlage haben ihre Abo-Strategien und Werbeeinnahmen optimiert, indem sie ihre Zielgruppe kennen und einbinden und ihre Paywalls und Mitgliedschaftsmodelle verbessert haben. Für sie zahlt sich die harte Arbeit sichtbar aus!
Die New York Times hat die Marke von 5 Millionen zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten erreicht, die Financial Times zählt über 1 Million zahlende User. Und The Guardian, bekannt dafür, ohne Paywall zu arbeiten, gab im vergangenen Jahr bekannt, dank freiwilliger Beiträge seiner Leserschaft kostendeckend zu arbeiten.
#4 Die Nachwirkungen der Pandemie ?
Die globale Pandemie hatte positive wie negative Folgen für Verbraucherinnen und Verbraucher. In beiden Fällen sind daraus viele neue Chancen entstanden: für mehr Monetarisierung und für eine neue Herangehensweise an Marketing und Geschäft.
Einerseits verbringen die Menschen mehr Zeit online und konsumieren mehr digitale Inhalte. Die Chance, das zu monetarisieren und die Werbeeinnahmen zu steigern, liegt also auf der Hand. Andererseits ist das Leben offline härter als sonst, und die Menschen suchen online zunehmend nach Gemeinschaft.
Verlage, die ihre Zielgruppe einbinden, sie besser kennenlernen und ein echtes Gemeinschaftsgefühl unter ihren Leserinnen und Lesern schaffen, können dieses Bedürfnis aufgreifen und genau das bieten, was gesucht wird.
Laut einer Studie von McKinsey war 2021 ein Jahr des Übergangs mit einer deutlichen Erholung des Verbrauchervertrauens. Die Krise von 2020 hat offenbar eine Welle der Innovation, der Digitalisierung und des enormen Wachstums in der Onlinewelt ausgelöst.
Mit Blick nach vorn dürfte die Branche diesen positiven, innovativen Aufwärtstrend fortsetzen. Interaktivität und die Erhebung von First- und Zero-Party-Daten werden dabei zu zentralen Entwicklungsfeldern.
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