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Datentrends 2024: Orientierung im Zeitalter der Data Deprecation

Datentrends 2024: Orientierung im Zeitalter der Data Deprecation
Datentrends 2024: Orientierung im Zeitalter der Data Deprecation

Das neue Jahr hat begonnen, und eine effiziente, wirkungsvolle Datenerfassung war noch nie so wichtig wie heute. In der digitalen Welt wird sich dieses Jahr vieles ändern, und diese Veränderungen haben uns zu der Frage gebracht, welche die wichtigsten Datentrends 2024 sein werden.

Wie Sie wissen, wird eine der großen Veränderungen in der Datenwelt 2024 zweifellos die Einschränkung von Third-Party-Cookies durch Google sein. Mit anderen Worten: Third-Party-Cookies werden nicht mehr erlaubt sein. Unternehmen müssen daher neu definieren, wie sie auf Daten zugreifen und sie nutzen, mit Fokus auf Transparenz und Einwilligung.

Vier wichtige Datentrends werden das Jahr 2024 bei der Datenerfassung und nach den Einschränkungen für Third-Party-Cookies prägen. Wer diese Trends berücksichtigt, kann die Kraft von Daten weiterhin nutzen und geht 2024 als Vorreiter in der Welt ohne Cookies hervor.

Viele Jahre lang hatten Unternehmen uneingeschränkten Zugang zu Verbraucherdaten. Diese Daten wurden ohne jede Rücksicht auf die Verbraucherinnen und Verbraucher genutzt und an Dritte verkauft. Weil Menschen sich zunehmend bewusst wurden, wie wertvoll ihre persönlichen Daten sind, entstanden viele Debatten, und Regierungen sahen sich gezwungen, den Zugang zu Daten zu regulieren. In der Europäischen Union führte das zur Einführung der DSGVO, die die Daten von EU-Bürgerinnen und -Bürgern weltweit sowie alle innerhalb der Union erhobenen Daten schützt. Die DSGVO verpflichtet alle, die Daten erheben, transparent zu machen, warum sie Daten von Personen erfassen und wie lange diese gespeichert werden.

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Bisher konnten Organisationen Third-Party-Daten erwerben, um Informationen über Personen zu sammeln, etwa für zielgerichtete Werbung. Mit dem Aus für Third-Party-Cookies verschwindet der Zugang zu solchen Daten jedoch. Was geschieht mit diesen riesigen Datenmengen? Welchen Wert werden sie noch haben? Regelungen wie die DSGVO lenken die Datenerfassung hin zu First- und Zero-Party-Daten, die mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Personen geteilt werden. Dadurch verlieren Third-Party-Daten nach und nach ihren Wert, bis sie völlig nutzlos sind.

Dieser Prozess heißt Data Deprecation. Data Deprecation bezeichnet die bewusste und systematische Einstellung der Nutzung, Speicherung oder Verfügbarkeit bestimmter Daten. Dafür gibt es verschiedene Gründe: Daten können veraltet, irrelevant oder aus Datenschutzsicht sensibel sein. Data Deprecation bedeutet, den Zugang zu solchen Daten zu entfernen oder einzuschränken, oft um Datenschutzvorschriften einzuhalten. Mit diesem proaktiven Ansatz stellen Organisationen sicher, dass sie nur aktuelle, korrekte und notwendige Daten aufbewahren. Außerdem minimieren sie die Risiken, die mit dem Aufbewahren unnötiger oder sensibler Informationen verbunden sind.

Data Deprecation bringt Unternehmen dazu, ihre Art der Datenerfassung und ihre Ansprache von Zielgruppen zu überdenken.

Das Datenuniversum ist riesig und, seien wir ehrlich, ziemlich komplex. Datenfachleute halten ständig Ausschau nach neuen Trends, zumal Datenerfassung tausend verschiedenen Zwecken dienen kann. Auf Basis unserer Expertise haben wir die vier Datentrends 2024 herausgearbeitet, die die Datenerfassung prägen werden. Wir haben sie analysiert und darauf geachtet, dass sie Organisationen, die Daten effizient erfassen möchten, echten Mehrwert und Wissen bieten.

Genug der Vorrede: Sehen wir uns an, worum es bei diesen Trends geht.

Die eigene Strategie zur Datenerfassung zu überprüfen, wird 2024 ein zentraler Trend sein, gerade mit Blick auf Data Deprecation. Dafür gibt es viele Gründe. Dazu gehören:

  • Anpassung an Vorschriften: Durch Data Deprecation müssen Organisationen ihre Strategien anpassen, um die DSGVO vollständig einzuhalten. Sie müssen sicherstellen, dass ihre Datenerfassung den aktuellen rechtlichen Anforderungen entspricht.
  • Risiken minimieren: Wenn Organisationen ihre Strategie überprüfen, erkennen und minimieren sie Datenschutzrisiken bei den erfassten Daten und fördern einen verantwortungsvollen, ethischen Umgang.
  • Datenqualität verbessern: Wenn Unternehmen ihre Methoden der Datenerfassung überprüfen, verbessern sie die Qualität ihrer Daten. Das sorgt für verlässlichere Analysen, Entscheidungen und Interaktionen mit Kundinnen und Kunden.
  • Vertrauen bei Ihrer Zielgruppe aufbauen: Ihre Zielgruppe weiß um das Thema Datenschutz und ist besorgt. Wenn Sie Ihre Strategie zur Datenerfassung überprüfen und anpassen, zeigen Sie, dass Sie verantwortungsvoll mit Daten umgehen. Das stärkt das Vertrauen Ihrer Zielgruppe, denn sie sieht, dass Sie ihre Privatsphäre an erste Stelle setzen.

Die Erfassung von First- und Zero-Party-Daten wird entscheidend sein und gehört zu den wichtigsten Datentrends 2024, um alle neuen Vorgaben der DSGVO zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher einzuhalten. Warum? Weil diese Daten transparent und mit Einwilligung der betroffenen Personen erfasst werden.

Der Unterschied zwischen First- und Zero-Party-Daten liegt in der Art, wie User ihre Einwilligung geben. First-Party-Daten sind Pflichtangaben, die User machen, um etwas zu kaufen oder einen Service zu nutzen (Name, Geschlecht, Geburtsdatum, Adresse). Zero-Party-Daten dagegen sind freiwillige Angaben (Haustiere, Kinder, Geschmack, Vorlieben usw.), die User einem Unternehmen aus eigenem Antrieb mitteilen, um ihr Erlebnis und den angebotenen Service zu verbessern.

Der Wechsel von Third-Party-Daten zu einer Strategie, die auf First- und Zero-Party-Daten setzt, verschafft Marken und Unternehmen verlässliche, verwertbare Daten. Diese reichern ihre Datenbank an und erleichtern die Personalisierung der Kommunikation mit ihren Zielgruppen. Das Ziel ist der Traum aller Marketer: „die richtige Botschaft, zur richtigen Zeit, auf dem richtigen Kanal“.

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Erinnern Sie sich an die Erfolgsgeschichte von L'Oréal? Das Unternehmen hat 2023 mit der Qualifio-Plattform erfolgreich ein europäisches Programm zur Datenerfassung gestartet, um First- und Zero-Party-Daten zu sammeln. Ziel war es, mit Qualifio die Zahl der Kontakte in der Datenbank zu erhöhen und durch die Erfassung von Zero-Party-Daten auch die Qualität der Informationen über diese Kontakte zu verbessern. Das Ergebnis? In etwas mehr als einem Jahr hat L'Oréal EMEA 700 Qualifio-Kampagnen erstellt und mehr als 5,5 Millionen registrierte User erreicht. Der Anteil der erstellten Accounts lag bei 60 bis 70 % der Teilnehmenden jeder Kampagne. Was braucht man mehr?

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Mit Qualifio können wir zwei Ziele verfolgen: erstens die Zahl der Kontakte in unserer Datenbank zu erhöhen und zweitens die Qualität dieser Kontakte zu verbessern. Als wir das Programm zur Datenerfassung gestartet haben, hatten wir 0 Kontakte in unserem CRM. Heute stammen in Italien, wo wir das erste Pilotprogramm gestartet haben, mehr als 50 % der Kontakte aus Qualifio.

Pasquale Egione Consumer Engagement Program Manager bei L’Oréal EMEA

Ja, Sie haben richtig gelesen. Unternehmen müssen aufhören, mehr Daten zu erfassen, als sie brauchen. Deshalb wird der Grundsatz der Datenminimierung einer der wichtigsten Datentrends 2024 sein: Qualität vor Quantität. Das wird oft übersehen: Daten brauchen Speicherplatz und Energie.

Unternehmen müssen die Erfassung unnötiger Daten so weit wie möglich reduzieren. Mit anderen Worten: Sie müssen den Grundsatz der Datenminimierung aus der DSGVO strikt anwenden. Danach müssen „personenbezogene Daten dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein“.

Personenbezogene Daten müssen dem Zweck angemessen und erheblich sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein.

Quelle: Europäischer Datenschutzbeauftragter

Neben der Einhaltung der DSGVO bringt dieser Grundsatz weitere Vorteile: geringere Speicherkosten, eine schlankere Verarbeitung, weil nur wesentliche und verwertbare Daten aufbewahrt werden, und eine gesunde, dauerhafte Beziehung zu den Verbraucherinnen und Verbrauchern, die auf Vertrauen beruht.

Eines ist klar: 2024 müssen Sie innovativ sein. Interaktives Marketing und Gamification können Ihnen den entscheidenden Vorsprung gegenüber anderen Organisationen verschaffen. Dabei setzen Sie Marketingkampagnen mit gamifizierten Formaten um, an denen Menschen teilnehmen und im Gegenzug für ein interaktives Erlebnis ihre Daten teilen. Dieses Prinzip heißt Value Exchange. Organisationen können ihren Zielgruppen viele interaktive, fesselnde Formate bieten, darunter Puzzles, Quiz und Persönlichkeitstests.

Interaktives Marketing und Gamification stärken die Markenbekanntheit, fördern das Engagement und bauen Loyalität auf. Zugleich erleichtern sie die Erfassung von First- und Zero-Party-Daten, weil sie Verbraucherinnen und Verbrauchern nützliche, wertvolle und unterhaltsame Inhalte bieten. Langfristig trägt die Datenerfassung aktiv zu mehr Verkaufswachstum und Umsatz für Marken bei.

Noch nicht überzeugt? Genau diese Strategie hat die Organisation France 2023 während der Rugby-Weltmeisterschaft verfolgt. Die verschiedenen Abteilungen des Organisationskomitees nutzten mehrere unserer interaktiven Formate, um ihre Community mit unterhaltsamen Inhalten wie Quiz oder Gewinnspielen zu begeistern. Die Ergebnisse waren herausragend. Während des Six-Nations-Turniers entstanden 14 Chrono-Quiz mit fast 340.000 Teilnahmen. France 2023 hat seine Datenbank erfolgreich ausgebaut und die Rugby-Community im Vorfeld der Weltmeisterschaft eingebunden.

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2024 werden Marken und Unternehmen verpflichtet sein, bei der Datenerfassung vollständig transparent vorzugehen. Die erfassten Daten sollten unter anderem auf Einwilligung beruhen, rechtskonform und verwertbar sein und einen respektvollen Umgang mit Verbraucherinnen und Verbrauchern sicherstellen. In einer Welt ohne Cookies führt das unweigerlich zur Erfassung von First- und Zero-Party-Daten über interaktives Marketing.

Wir hatten kürzlich die Gelegenheit, im aktuellen E-Book von BDM (Blog Du Modérateur) einen Artikel über die Datentrends 2024 zu veröffentlichen. Dieses jährlich erscheinende E-Book ist eine hervorragende Quelle für alle, die sich für die digitalen Trends interessieren, die 2024 prägen werden.

Viele namhafte Unternehmen, darunter PlayPlay, Prestashop, Partoo und Kameleoon, haben ebenfalls zu diesem E-Book beigetragen. Sie alle teilen ihr Wissen über Trends in Social Media, Video-Engagement, Influencer-Marketing, Handelsstrategie, Personalisierung, HR und mehr!

Laden Sie sich Ihr Exemplar des E-Books über die wichtigsten digitalen Trends 2024 herunter!

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